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Presse
01.09.2018, 14:32 Uhr | Übersicht | Drucken
Tandem-Wahlkreise gefordert
FU fordert Änderung des Wahlrechtes


AMMERLAND/hun    Frauen sind in der CDU noch immer unterrepräsentiert. Das ist die einhellige Meinung der Ammerländer Frauen Union. Unter anderem die Vorsitzende der Ammerländer FU, Corinna Martens, forderten daher auf der alljährlichen Delegiertenversammlung der Frauen Union Niedersachsen im Peiner Forum entsprechende Maßnahmen zur ergreifen – darunter auch die Schaffung sogenannter Tandem-Wahlkreise.

Die Idee geht auf ein Modell zurück, das bei der Regionalwahl 2015 in Frankreich angewendet wurde. Demnach wurde die Zahl der Wahlkreise halbiert. Gleichzeitig stellte jede Partei pro Wahlkreis einen weiblichen und einen männlichen Direktkandidaten auf. Der Wähler bekam drei Stimmen. Für einen Mann, für eine Frau und eine Partei. Somit war eine Direktkandidatin pro Wahlkreis sicher.

Dieses Modell hätten die Frauen auch gerne in Niedersachsen realisiert. Unter dem Motto „100 Jahre Frauenwahlrecht: Wählen ja – Teilhabe nein? Wird um eine Reform des Wahlrechts geworben.



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Die Ammerländer FU-Vorsitzende Corinna Martens fordert die Einführung sogenannter Tandem-Wahlkreise im niedersächsischen Wahlrecht
„Seit 100 Jahren können Frauen wählen und gewählt werden. Das ist eine große Errungenschaft der Demokratie. Echte Parität in den deutschen Parlamenten bestand jedoch bisher nie und seit einigen Jahren lässt sich beobachten, dass der Anteil der Frauen in den Parlamenten eher wieder rückläufig ist, so Corinna Martens. Die Teilhabe von Frauen an den Mandaten sei nicht einmal  annähernd repräsentativ. Daher fordert die Frauen Union Niedersachsen eine Reform, sowohl innerparteilich, wie auch im Wahlrecht.
Im Rahmen der Delegiertenversammlung hätte es darüber entsprechende Gespräche mit dem Landesvorsitzenden der CDU, Bernd Althusmann, Er forderte die Delegierten auf die Reformvorschläge der Frauen Union Niedersachsen offen zu diskutieren: „Männer müssen auch bereit sein, Platz für Frauen zu machen.“

Auch die Landesvorsitzende Ute Krüger-Pöppelwiehe eine fehlende politische Kultur, denn es läge nicht am mangelnden politischen Interesse der Frauen: „Eine Kultur und Struktur die seit 60 Jahren festgefahren ist, lässt sich nicht einfach ändern. Wir brauchen geeignete Instrumente, um diese Strukturen aufzubrechen.“

Ein Weg sei das Tandem-Projekt bei dem Frauen, die sich neu politisch engagieren möchten, ein erfahrener Mentor zur Seite gestellt wird. Weiterhin wird ein Reißverschlussverfahren auf den Listen gefordert, bei dem sich Männer und Frauen abwechseln und eben die anfangs beschriebene Einführung der Tandem-Wahlkreise in Niedersachsen.

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